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Nationales Kriminalitätsobservatorium und „Moussalaha“-Programm als Schwerpunkte bei Marokkos Teilnahme in Abu Dhabi

Präsentation der nationalen Strafjustizstrategie

Auf der 15. UN-Konferenz für Verbrechensverhütung und Strafjustiz in Abu Dhabi stellte Marokko seine wegweisende Erfahrung in der evidenzbasierten Kriminalprävention vor. Der Direktor für Strafsachen im Justizministerium, Hicham Mellati, betonte, dass die marokkanische Strafpolitik auf einer zukunftsorientierten, evidenzbasierten und menschenzentrierten Justiz beruht.

Der marokkanische Vertreter unterstrich das feste Engagement des Königreichs, der Kriminalprävention höchste Priorität einzuräumen, insbesondere durch proaktive Überwachung und die Reduzierung von Rückfallquoten, unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft.

Rolle des Nationalen Kriminalitätsobservatoriums und der Kriminalitätskarten

Mellati hob die Einrichtung des Nationalen Kriminalitätsobservatoriums hervor. Dieses institutionelle Instrument bietet eine datengestützte Wissensbasis für die Gestaltung der Strafpolitik und nutzt einen partizipativen Ansatz, der Justiz, Polizei, Gendarmerie und Universitäten vereint.

Zudem wurde die Implementierung einer nationalen Kriminalitätskarte erwähnt, die durch digitale Anwendungen die geografische Erfassung von Straftaten ermöglicht und somit die gezielte Präventionsplanung auf territorialer Ebene unterstützt.

Menschenzentrierter Ansatz und Stärkung der sozialen Hilfe

Marokko verfolgt einen menschenzentrierten Ansatz für Opfer und Täter. Mehr als 500 Sozialarbeiter unterstützen mittlerweile Opfer vor den Gerichten. Zudem wurden spezielle Einheiten für Frauen und Kinder, die Opfer von Gewalt wurden, sowie Schutzzentren für Opfer von Menschenhandel geschaffen.

Das Programm „Moussalaha“ als Modell gegen Radikalisierung

Abschließend präsentierte Mellati das Programm „Moussalaha“ zur Prävention von Extremismus, das 2017 durch die Gefängnisverwaltung in Zusammenarbeit mit der Rabita Mohammadia des Oulémas und dem Nationalen Menschenrechtsrat (CNDH) ins Leben gerufen wurde. Mit 480 Teilnehmern in 20 Durchgängen verzeichnet das Programm bis heute keine Rückfälle unter den Begünstigten, was die enorme Effektivität dieses humanitären und intellektuellen Ansatzes beweist.

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