15 Anwälte im Parlament: Vom Protestplatz in den gesetzgebenden Saal

Bemerkenswerter Aufstieg der Anwaltschaft im Repräsentantenhaus
Die Wahlergebnisse vom 23. September 2026 zeigen eine bemerkenswerte Präsenz der Anwaltschaft im Repräsentantenhaus, da 15 Anwälte ihre Sitze im neuen Gesetzgebungsorgan einnehmen konnten. Dieser Aufstieg erfolgt in einem politisch und beruflich brisanten Kontext, da der Berufsstand während der vorangegangenen Legislaturperiode in offener Konfrontation mit Parlament und Regierung wegen des Entwurfs des Berufsgesetzes stand.
Verteilung auf die Anwaltskammern des Königreichs
Die gewählten Namen verteilen sich auf verschiedene Anwaltskammern. Führend ist die Kammer von Casablanca mit sechs Namen, darunter El Fatmi Rmide, Amina Maelainine, Rachid Saber, Najwa Koukous und Nabila Jalal. Zudem markiert die neue Struktur die Präsenz des Bâtonnier Moulay Slimane El Omrani und Mohamed Sabari von der Anwaltskammer Marrakesch. Die Kammer von Rabat ist durch Omar Mahmoud Benjelloun und Abdelilah Idrissi Bouzidi vertreten.
Umfassende Vertretung in den Regionen
Die Liste umfasst weitere Namen aus verschiedenen Städten, darunter Zina Idhali (Agadir), Reda Boukamaz (Safi), Nadia Noam (Casablanca-Settat), Samira Outaleb (Fès-Meknès), Bouabid Kebouri (Khouribga) und Ahmed Amine El Mettioui (Chefchaouen).
Vom Protesttisch unter die Kuppel des Parlaments
Diese neue personelle Zusammensetzung ist außergewöhnlich, da die Anwaltschaft während der letzten Legislaturperiode aufgrund des umstrittenen Gesetzesentwurfs Nr. 66.23 eine der lautesten Stimmen im institutionellen Diskurs war. Was einst als Protest außerhalb der Institution begann, wandelt sich nun: Kritiker und Verhandlungsführer von gestern sitzen heute im Zentrum der gesetzgebenden Gewalt.





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