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Letzter Abschied: Südkorea verabschiedet sich vor dem totalen Verbot von Hundefleischgerichten

Jedes Land hat seine Sitten und Gebräuche, doch in Südkorea weht ein starker Wind des gesellschaftlichen Wandels. Das Land erlebt derzeit das letzte Kapitel einer jahrzehntelangen Praxis. Über Generationen hinweg war es für viele Koreaner üblich, an den heißesten Sommertagen Restaurants aufzusuchen, um Hundefleisch zu verzehren, in der Überzeugung, dass es dem Körper Energie verleihe und helfe, die Hitze zu bewältigen.

Das Ende der «Boknal»-Ära in Südkorea

Diesen Freitag markiert den dritten und letzten Tag der lokal als «Boknal» bekannten Saison 2026 – die letzte Saison vor dem offiziellen Inkrafttreten des vollständigen Verbots der Zucht, Schlachtung und des Verkaufs von Hundefleisch, das für Anfang Februar 2027 geplant ist. Auf dem berühmten «Moran»-Markt in der Stadt Seongnam, der lange Zeit eine Hochburg dieses Handels war, bietet sich ein völlig anderes Bild als in der Vergangenheit.

Vom Hundefleisch zu Ziegen- und pflanzlichen Alternativen

Obwohl zur Mittagszeit noch Betrieb herrschte, spiegelt das Gesamtbild einen radikalen Wandel wider: Die meisten Geschäfte haben das traditionelle «Bosintang» (Hundefleischeintopf) durch Alternativen wie Ziegeneintopf ersetzt. Das traditionelle Hundefleischgericht spricht heute nur noch eine sehr kleine und begrenzte Kundschaft an, vorwiegend ältere Menschen.

Kultureller Wandel und wachsendes Bewusstsein für Tierschutz

Kim Yong-bok, Vorsitzender des Marktverbandes, der seit über vier Jahrzehnten nahe Seoul tätig ist, berichtet sichtlich betrübt, dass der Ort seine einstige Vitalität verloren habe und zu einer Art Seniorenviertel geworden sei. Dieser rapide Rückgang des Hundefleischhandels spiegelt einen grundlegenden Wandel in der koreanischen Gesellschaft wider, getrieben durch den Rekordanstieg bei der Haustierhaltung und ein wachsendes Tierschutzbewusstsein, das solche Praktiken entschieden ablehnt.

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