Start der Digitalplattform ander.ma zur Dokumentation von Kunstwerken und zum Schutz des marokkanischen visuellen Erbes

Im Rahmen der digitalen Transformation des Kultursektors hat das Ministerium für Jugend, Kultur und Kommunikation (Abteilung Kultur) die Einführung der neuen digitalen Plattform ander.ma bekannt gegeben. Ziel dieser Initiative ist es, Kunstwerke zu dokumentieren, ihren Werdegang zu verfolgen, ihre Echtheit zu verifizieren sowie zur Identifizierung von Fälschungen und zum Schutz visueller Kreationen beizutragen.
Hintergrund und institutioneller Kontext
Wie das Ministerium mitteilte, dient dieser Schritt der Stärkung des Schutzes künstlerischen Schaffens und der Förderung der digitalen Transformation im Königreich. Die Plattform setzt die Empfehlungen aus den Workshops um, die 2024 und 2025 unter Beteiligung verschiedener relevanter Institutionen beim Präsidenten der Staatsanwaltschaft stattfanden.
Funktionsweise und visuelle Dokumentation
Die Plattform ander.ma stützt sich primär auf die Mitwirkung der bildenden Künstler. Sie bauen ein umfassendes Dokumentationsarchiv auf, indem sie ihre Werke – darunter Gemälde, Skulpturen, Installationen und digitale Kunst – visuell erfassen und indexieren.
Zusätzlich ermöglicht die Plattform das Hochladen begleitender Dokumente wie Ausstellungskataloge, Plakate, Einladungen und Presseberichte. Diese Informationen dienen als Referenzdatenbank, auf die bei Transaktionen oder der Ausstellung von Echtheitszertifikaten zurückgegriffen werden kann.
Meldesystem und Schutz vor Kunstfälschungen
Die Plattform enthält ein System zur Meldung zweifelhafter Werke. Dies ermöglicht es Interessierten, Hinweise auf potenzielle Fälschungen zu geben, die anschließend auf Basis der archivierten Daten geprüft werden können. Das Kulturministerium betont ausdrücklich, dass ander.ma ein präventives Hilfsinstrument ist, das keinesfalls die notwendigen wissenschaftlichen, technischen oder rechtlichen Expertisen zur endgültigen Feststellung der Echtheit eines Werks ersetzt.





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