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Der Rückschlag in Taourirt verschärft die Krise der USFP und verstärkt die Kritik an ihrer Führung

Der Erste Sekretär der Sozialistischen Union der Volkskräfte (USFP), Driss Lachgar, sieht sich einer wachsenden Welle des Zorns innerhalb der Parteistrukturen gegenüber. Dies geschieht vor dem Hintergrund enttäuschender Ergebnisse bei den letzten Wahlen, die von vielen Parteibasismitgliedern als Zeichen einer echten organisatorischen Krise gewertet werden.

Scharfe Kritik am Nominierungsprozess

Die zunehmende Kritik an der derzeitigen Führung der „Rosen-Partei“ hängt direkt mit der Art und Weise zusammen, wie das Nominierungsdossier verwaltet wurde. Diese Art der Führung wurde von vielen Unzufriedenen innerhalb der Partei als „individuell“ und „improvisiert“ bezeichnet, was nach ihrer Einschätzung bei mehreren wichtigen Feldeinsätzen zu kontraproduktiven Ergebnissen führte.

Die Ergebnisse im Wahlkreis Taourirt waren ein echter Schock für die Basis. Der Kandidat der Partei der Sozialen Mitte, Radouane Talghi, lokal bekannt unter dem Spitznamen „Moul El Beid“ (der Eierverkäufer), konnte doppelt so viele Stimmen erzielen wie der USFP-Kandidat, obwohl letzterer mit seiner Mutter als Zweitplatzierte auf der Liste antrat. Für viele Beobachter ist dieses Ergebnis ein deutlicher Indikator für die wachsende Vertrauenskrise, die die Partei auf lokaler Ebene durchlebt.

Frühere Stimmen warnen vor Auswahlkriterien

Diese Entwicklungen haben die Kritik prominenter Parteimitglieder wieder in den Fokus gerückt, etwa von Manal Takal und der Anwältin Meriem Jamal Idrissi, die zuvor ihren Parteiaustritt erklärt hatte. Diese Persönlichkeiten warnten die USFP-Führung davor, finanzielle Kriterien bei der Nominierung von Kandidaten auf Kosten von militanter und praktischer Kompetenz zu bevorzugen.

Driss Lachgar hat diese Anschuldigungen bei mehreren Gelegenheiten zurückgewiesen und in früheren Stellungnahmen betont, dass er sich auf präzise Kriterien und eine ständige Abstimmung mit der lokalen Basis während des Auswahlprozesses stütze.

Wahlblutung und Forderungen nach Verantwortung

Diese aufeinanderfolgenden organisatorischen Krisen treten zu einem Zeitpunkt auf, an dem die USFP eine schwierige Phase durchlebt, die durch einen spürbaren nationalen Wahlrückgang gekennzeichnet ist: Der Sitzanteil der Partei in der Legislative (Abgeordnetenkammer) sank von 34 auf 26 Mandate.

Angesichts dieser anhaltenden wahlpolitischen „Blutung“ fordern zahlreiche Stimmen aus Führung und Basis eine offene und transparente Debatte über die politische und organisatorische Verantwortung von Driss Lachgar. Dabei wird die Notwendigkeit einer umfassenden Bewertung des Parteikurses betont, insbesondere angesichts der großen Lücke, die die Ergebnisse zwischen der offiziellen Führungslinie und der realen Wahlerfahrung offenbart haben.

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