Wohnungskrise in Oujda: Betroffene der Azhar-Vereinigung protestieren vor der Wilaya

Protestwelle vor der Wilaya der Region Oriental
Am Freitagmorgen kam es in der Stadt Oujda zu einer Protestaktion der von den Wohnbauprojekten der Azhar-Vereinigung betroffenen Bürger vor dem Sitz der Wilaya. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf die Hinhaltetaktik und Ignoranz, mit der sie seit über zwei Jahren konfrontiert sind, während die Hoffnung auf eine Wohnung oder die Rückerstattung der Gelder mangels konkreter Reaktionen seitens der Vereinsführung weiterhin unerfüllt bleibt.
Stockende Projekte und Fragen zur Genehmigungslage
Die Sorgen der Demonstranten betreffen vor allem die Projekte in Kala, Zghamim, Saïdia und Ras El Ma, bei denen die Arbeiten vollständig zum Erliegen gekommen sind. Die Betroffenen gaben an, dass ein Großteil dieser Grundstücke nicht einmal über die notwendigen gesetzlichen Genehmigungen verfüge. Die Koordinationsgruppe kritisierte zudem die Durchführung der Arbeiten an den wenigen Standorten, an denen sie begonnen hatten, und bezeichnete diese als „Tarnmanöver“, die sich auf Umzäunungen und einfache Erdarbeiten beschränkten, bevor sie komplett eingestellt wurden.
Vorwürfe des Betrugs und Ablehnung des Schiedsverfahrens
Die Mitglieder lehnen den von der Verwaltung vorgeschlagenen „Schiedsspruch“ kategorisch ab. Sie werten dies als Versuch, ihre gesetzlichen Rechte zu umgehen, und als „Theaterstück“, um die Wartezeit in die Länge zu ziehen. Die Koordinierungsgruppe warf der Geschäftsführung zudem vor, Gelder der Zeichner aufgrund einer „geheimen Vereinbarung“ auf das Konto des Unternehmers transferiert zu haben, ohne dass dies jemals durch eine Generalversammlung genehmigt worden wäre.
Dringender Ruf nach Intervention und Untersuchung
Zum Abschluss der Protestaktion forderte die Koordinierungsgruppe die Behörden, allen voran den Wali der Region Oriental, zu einer dringenden Intervention und der Einleitung einer gründlichen Untersuchung der Vereinsakten auf. Die Betroffenen verlangen den Schutz ihrer Gelder vor willkürlichen Maßnahmen und eine vollständige Rückerstattung ihrer Ansprüche. Sie warnten davor, dass das anhaltende Schweigen der zuständigen Stellen angesichts der sogenannten „Verstöße“ die Ersparnisse der Bürger gefährde, die lediglich von einem würdigen Zuhause träumten.




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